Fachtagung Patientensicherheit & Qualität

Moderation: Prof. Dr. med. Steffen Gramminger, Geschäftsführer Hessische Krankenhausgesellschaft e.V.

Programmablauf
10:30 – 10:45 Uhr    Begrüßung Dr. jur. Stephan Hölz
, Leiter der Abteilung Gesundheit im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration

10:45 – 11:30 Uhr    Planungsrelevante Qualitätsindikatoren – Wirksames Steuerinstrument oder theoretisches Regelwerk?
Anfang 2017 ist die Richtlinie zu den planungsrelevanten Qualitäts-indikatoren in Kraft getreten. Damit wurde den Behörden auf Landesebene ein Instrument an die Hand gegeben, ihre Krankenhausplanung auch unter Qualitätsaspekten durchzuführen. Theoretisch ist damit auch eine Möglichkeit geschaffen worden, Krankenhausabteilungen oder sogar komplette Krankenhäuser aus Qualitätsgründen zu schließen. In dem Vortrag wird über die ersten Erfahrungen mit der Richtlinie in Hessen berichtet. Dr. med. Friedemann Woernle, Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen (GQH)

11:30 – 12:15 Uhr    Patient Blood Management – Jeder Tropfen zählt!
Eine Blutarmut (Anämie) im Rahmen einer Operation kann das Risiko für Komplikationen sowie Tod erhöhen. Zusätzlich können operative Blutverluste und weitere Blutentnahmen für die Labordiagnostik das wertvolle Blutvolumen während des Krankenhausaufenthaltes weiter belasten. Patient Blood Management ist ein medizinisches Behandlungskonzept, welches diesen Herausforderungen entgegen­tritt. Doch welche Maßnahmen sind essentiell für eine optimale präoperative Vorbereitung des Patienten, für die Minimierung von Blutverlusten oder den rationalen Einsatz von Blutkonserven? Gibt es überhaupt schon Studien zu deren Effekten? Der Vortrag beleuchtet das Thema ausführlich und zeigt Wege zur Implementierung des Konzepts im Krankenhaus auf. Dr. rer. nat. Christoph Füllenbach, Universitätsklinikum Frankfurt a. M., Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin & Schmerztherapie (KAIS)

12:15 – 13:15 Uhr    Mittagspause

13:15 - 14:00 Uhr    Patientensicherheitsbeauftragte – Rolle und Funktion
Die hessische Rechtsverordnung mit der Verpflichtung zu qualifizierten Patientensicherheitsbeauftragten, die Minister Klose erlassen wird, ist in Deutschland bisher einzigartig. Im Rahmen des Vortrags wird deren mögliche Rolle und Funktion als Chance zur Verbesserung der Patientensicherheit in den Einrichtungen vorgestellt. Dr. med. Kyra Schneider, DEAA, MBA, Universitätsklinik Frankfurt a. M., Ärztliche Leitung Stabsstelle Patientensicherheit und Qualität

14:00 – 14:45 Uhr    Haftungsrisiken durch IT-basierte Qualitätsmanagementinstrumente senken
Der Vortrag fokussiert den Umgang mit Haftungsrisiken anhand von Praxisbeispielen unter anderem und vor allem im Risiko- und Qualitätsmanagement. Besonders bei hoch digitalisierten Prozessen, wie sie in unseren Krankenhäusern vorliegen, ist die Wichtigkeit der IT –Unterstützung im Umgang mit Risiken hervorzuheben. Abschließend werden noch weitere, nicht IT basierte Instrumente der Risikominimierung vorgestellt. Martin Große-Kracht, Kaufmännischer Vorstand, ATEGRIS Gruppe, Vorstand der Stiftungen Ev. Kranken- und Versorgungshaus Mülheim an der Ruhr und Ev. Krankenhaus Oberhausen, Geschäftsführer der Ev. Krankenhaus Oberhausen GmbH und der gewerblichen Servicegesellschaften

14:45 – 15:30 Uhr    Verbesserte Patientensicherheit, ein Kostenfaktor?
Arzneimitteltherapiesicherheit ist ein wesentlicher Eckpfeiler beim Thema Patientensicherheit. Auf der Station im Krankenhaus geht es oft darum, Verwechslungen zu vermeiden und das richtige Medikament zur richtigen Zeit zu verabreichen. Im Bereich der Antibiotikatherapie ist es hingegen sehr wichtig, schon bei Beginn einer Infektion möglichst treffsicher das richtige Antibiotikum auszuwählen. Krankenhäuser sind schon seit 2012 verpflichtet, so genannte Antibiotic Stewardship Teams, kurz ABS, zu etablieren. Viele Häuser setzen die Anforderungen aber nur zögerlich um, da sie die Kosten scheuen. Der Vortrag zeigt anhand von Zahlen, Daten und Fakten die Kosten auf, die einem Krankenhaus bei richtiger - aber auch bei falscher - Therapie entstehen können und beleuchtet, ob eine verbesserte Patientensicherheit durch ABS Teams im Krankenhaus wirklich ein Kostenfaktor darstellt. Dr. med. Michael H. Wilke, Geschäftsführer, inspiring-health GmbH, Arzt mit Ausbildung in Chirurgie, Anästhesie, Intensiv- und Rettungsmedizin

15:30 – 16:00 Uhr    Resümee

Datum

25.11.2019

Zeit

10:30–16:00 Uhr

Ort

Hotel am Krankenhaus Nordwest, FFM
Kommunikationszentrum (Raum Taunus), Steinbacher Hohl 2 - 26, 60488 Frankfurt

Raum

Raum Taunus

Selbstkostenbeitrag

58,00 Euro p. P. incl. MwSt.
In der Teilnehmergebühr sind die Seminarunterlagen, Mittagessen und Tagungsgetränke enthalten.

Anmeldung / Infos


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